Nach rechtsradikalem Terror in Neuseeland gemeinsam gegen Hass demonstrieren!

Morgen internationaler Aktionstag gegen Rassismus

15.03.2019

Gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, mit Gewerkschaften, Parteien und Künstler*innen ruft Attac im Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ dazu auf, zum internationalen Aktionstag gegen Rassismus und rechte Parteien am morgigen 16. März auf die Straße zu gehen.

„Rechtsradikale wie die Terrorist*innen in Neuseeland fühlen sich vom weltweiten Aufstieg rassistischer und islamfeindlicher Parteien bestärkt. In Deutschland sind es Netzwerke wie die der AfD und ihres identitären Umfelds, die Hass und Ausgrenzung befeuern“, sagt Judith Amler vom Attac-Koordinierungskreis. „Wir rufen angesichts des bedrohlichen Aufstiegs extrem rechter Kräfte dazu auf: Beteiligt euch an Protesten gegen menschenfeindliche und rassistische Politik! Wir stehen in Solidarität mit den Menschen in Neuseeland, die heute Opfer einer menschenverachtenden Ideologie geworden sind.“

Im neuseeländischen Christchurch sind am heutigen Freitag mindestens 40 Menschen von rechtsradikalen Terrorist*innen ermordet worden. Weltweit ist ist die extreme Rechte auf dem Vormarsch. Mit Trump und zuletzt der der Wahl von Jair Bolsonaro in Brasilien ist Hass gegen Migrant*innen, Muslim*innen, Frauen und Queers, gegen People of Colour und politische Gegner*innen in den Regierungen der beiden größten Länder Nord- und Südamerikas salonfähig geworden. Auch in Europa geraten Angehörige marginalisierter Gruppen und Aktivist*innen immer stärker unter Druck. Bei den anstehenden Europawahlen droht sich der Rechtsrutsch nochmals zu verschärfen. Populist*innen und radikal rechte Politiker*innen wollen eine gefährliche Allianz der Menschenfeindlichkeit schmieden: Während jedes Jahr tausende Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken, wünschen sich Vertreter*innen der radikalen Rechten eine totale Abschottung und die ethnische Säuberung von Nationen.

Es ist es eine verheerende Entwicklung, dass die Agitation rassistischer, menschenfeindlicher und neofaschistischer Kräfte auf zunehmend fruchtbaren Boden fällt. „Angesichts der Krise des globalen Kapitalismus und den daraus folgenden gesellschaftlichen Spaltungen verlieren immer mehr Menschen das Vertrauen in die demokratischen Parteien. Radikal rechte Kräfte und gewalttätige faschistische Straßenbewegungen gewinnen an Zulauf“, sagt Achim Heier, ebenfalls aktiv im Attac- Koordinierungskreis. „Umso notwendiger ist es, dass sich nun so viele Menschen wie möglich für Demokratie, Menschenrechte und eine nachhaltige Zukunft in Solidarität engagieren!"

Zum internationalen Aktionstag gehen unter anderem in den USA, Kanada, Australien, Brasilien, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Österreich, Dänemark, Polen, Frankreich, Belgien, Spanien und Katalonien zahlreiche Menschen auf die Straße. Allein in Deutschland sind in mindestens 27 verschiedenen Städten Aktionen geplant.

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